Donnerstag, 26. August 2010

Vorstellung des Staates "Idaho"

Warum ich mich dazu entschieden habe:

Weg von zuhause, in ein fremdes Land, mit fremden Leuten und deren Kultur- dieser Wunsch hatte ich ziemlich plötzlich im Herbst 2008. Ich machte mir viele Gedanken darüber, wie es sich in einer anderen Nation leben lässt, sich in eine fremde Kultur zu integrieren, neue Leute kennenzulernen, deren Sprache zu erlernen oder perfektionieren, selbstständiger zu werden und natürlich einfach Spass zu haben, ein Land auf eigene Faust zu entdecken, ganz ohne Eltern oder irgend jemandem der einem einschränkt.
Plötzlich wurde aus dem Wunschgedanken ein grosser Plan, und ich wusste nicht wie ich dies meinen Eltern beibringen sollte. Denn 12- 15'000 Franken für ein Austauschjahr ist eine Menge Geld. Als ich ihnen jedoch von meinen Plänen erzählte, reagierten sie eher interessiert als abgeneigt und sagten, sie fänden es sehr mutig und ehrgeizig von mir und würden mir diesen Wunsch gerne erfüllen.
Als nächstes ging ich zur Infoecke der Kantonsschule Zug, wo man Broschüren von den verschiedenen Austauschorganisationen findet. Also nahm ich einige davon mit nach Hause und las darin, recherchierte danach auch im Internet um auch wirklich die passende Organisation zu finden.
Mein Entscheid fiel auf Into Switzerland, eine eher kleine Organisation, welche schon seit etwa 30 Jahren schweizer Schüler für eine gewisse Zeit ins Ausland schickt.
Als erstes musste ich mich übers Internet anmelden und die wichtigsten Daten zu meiner Person angeben. Auch eine Zeugniskopie musste beigelegt werden, denn nicht alle Schüler werden von der Organisation akzeptiert. Danach wurde mir die Aufnahmebestätigung geschickt und ich erhielt eine E-Mail mit den restlichen Formularen welche ich ausfüllen musste. Dabei wurde auch ein zweiseitiger Aufsatz über meine Person, Familie, Lebensstil und meine Erwartungen bezüglich Gastland, Gastfamilie und der bevorstehenden Erfahrung im Allgemeinen verlangt.
Mir war von Anfang an klar dass ich in die USA reisen wollte, denn dieses Land hat mich schon immer fasziniert, mit seinen unendlichen Distanzen, der interessanten Kultur und den sehr unterschiedlichen Lebenseinstellungen.
Also beantragte ich ein Visum für 10 Monate in Amerika. Dass die Amis nicht gerade die aussländerfreundlichsten Leute sind wurde mir dabei ziemlich schnell bewusst. Die Angaben die dabei verlangt werden gehen teilweise so sehr ins Private hinein dass es mich erstaunt hat dass sie nicht noch meine Unterhosengrösse wissen wollten (*übertreib*) :-)