Am 3. September 2009 ruf mich meine Betreuerin der Austauschorganisation an und teilte mir mit, dass eine Gastfamilie für mich gefunden wurde und ich in zwei Tagen abfliegen werde. Das ganze war also sehr kurzfristig, womit man jedoch als künftiger Austauschschüler rechnen sollte.
Der Tag der Abreise war begleitet von Freude, Angst und Trauer gleichzeitig. Ich wollte nicht, dass viele Leute mit zum Flughafen kamen, denn dies hätte den Abschied schwieriger gemacht denke ich. Das ganze verlief jedoch eigentlich ganz okay, und schon sehr bald sass ich in einem riesengrossen Flieger mit vollem Tank für die 13-stündige Reise nach Los Angeles, Kalifornien.
Zum Glück musste ich nicht ganz alleine reisen, denn ein zweiter Austauschschüler aus der Schweiz wurde ebenfalls in Idaho platziert. In Los Angeles wurden wir dann so richtig mit den übertriebenen, amerikanischen Sicherheitskontrollen konfrontiert. Als erstes eben die üblichen Sicherheitsschranken, gefolgt vom Auschecken des ganzen Reisegepäcks und folgender Abnahme der Fingerabdrücke, sogar ein Augen-Scan wurde durchgeführt.
Dann waren wir gezwungen, vom Check-Out-Area bis zum Terminal 7 zu gehen, mitsamt der beiden vollgestopften Koffern und Handgepäck.
Leider hatten wir für die ganze Prozedur nur zwei Stunden Zeit, deshalb haben wir unseren Anschlussflug nach Boise, Idaho verpasst. Nach einer Nacht in einem Hotel in der Nähe des Flughafens wurde unser Flug gestrichen, und wir sassen den ganzen Tag fest. Am Abend um 21 Uhr folgte dann endlich unser Anschlussflug, und 2 Stunden später landeten wir in Idaho's Hauptstadt, wo wir von unserem "Local Representator" abgeholt wurden. Am folgenden Tag wurde ich zu meiner Gastfamilie gebracht.
Die Abreise war bestimmt ziehmlich schmerzhaft, dennoch hast du es überlebt.
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